Druckunterstützung

Aus PflegeWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Inspiratorische Druckunterstützung


An jedem modernen Respirator läßt sich die Höhe der inspiratorischen Druckunterstützung einstellen. Auf diesem Wege kann dem Patienten die Atemarbeit im gewünschten Maß abgenommen werden.

Synoyme

  • Assisted Spontaneous Breathing (ASB)
  • Pressure Support Ventilation (PSV)
  • Inspiratory Pressure Support (IPS)
  • Inspiratory Flow Assistance (IFA)


Vorteile:

  • Der Patient steuert im Wesentlichen über den Flow-Trigger die Beatmung selber
  • Die Druckunterstützung hilft die Strömungswiderstände des Trachealtubus und des Schlauchsystems zu überwinden.
  • Je höher die Druckunterstützung eingestellt ist, desto mehr Atemgas strömt zum Patienten.
  • Druckunterstützung so wählen, dass es zu keinem Einsatz der Atemhilfsmuskulatur kommt.
  • Druckunterstützung so wählen, dass die Atemfrequenz < 20/min ist
  • Druckunterstützung so wählen, dass der wache Patient keine Atemnot hat
  • Einstellgrößen: FiO2 und PEEP sind von der Oxygenierung abhängig (PaO2).
  • Es sollte eine Druckanstiegsgeschwindigkeit (steile Rampe) von 0,2 Sekunden gewählt werden, da es ansonsten zu mehr Atemarbeit kommen kann.
  • Die Druckunterstützung muß an das zu verabreichende Tidalvolumen vom Patienten angepasst werden.


Nachteile


  • keine Mindestventilation gewährleistet
  • Desynchronisation von Patient und Respirator möglich
  • Hypoventilation



Wichtig ist auch hier das Monitoring um eine auftretende Tachypnoe oder Apnoe-Ventilation zu erkennen


Der Patient bestimmt neben der Atemfrequenz nicht nur den Beginn, sondern auch Verlauf und Volumen des maschinell unterstützten Atemhubes